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Backpacking in Kerala: Reise-Erlebnisse aus Süd-Indien

Menschenmassen, Lärm und Gestank – das ist die allgemeine Vorstellung von einem Land mit deutlich mehr als einer Milliarde Einwohnern. Man hat uns oft gefragt, warum wir uns ausgerechnet Indien für den Beginn unserer Südostasien Reise ausgesucht haben.

Uns haben Fotos und Erzählungen von diesem riesigen Land schon immer fasziniert und so kam es, dass wir uns selbst ein Bild machen wollten – und schließlich eine ganz eigene Version erlebt haben.

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Auf unserem Weg nach Indien waren kaum Menschen im Flugzeug und am Flughafen empfing uns, statt Trubel und Hektik, eine gähnende Leere. Leere Ankunftshallen und überaus freundliche Passkontrollen, die Späße über Timos ungewöhnliche Körpergröße machten und die neuesten Ergebnisse von der Bundesliga wissen wollten. So entspannt haben nicht mal wir uns die Einreise vorgestellt!

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Die Gastfreundschaft der Menschen in Kerala, Indien

Auf unserer Reise durch Indien haben wir einige neue, ungewöhnliche und lustige Eigenheiten der indischen Einwohner kennen gelernt.

Indian people at the Meenakshi Amman Temple in Madurai
Die Menschen in Indien sind grundsätzlich sehr gastfreundlich

Als zwei Meter Riese und Blondinchen hatten wir unberechtigterweise mit vielen neugierigen sowie argwöhnischen Blicken gerechnet. Denn wir wurden sehr positiv von der spürbaren Offenheit und Freundlichkeit der Einheimischen überrascht.

Wie reagieren die MEnschen in Kerala auf Touristen von Europa?

Mindestens 8 von 10 Indern und Inderinnen grinsten uns sofort an, sobald sie uns sahen! Dem oder der 9. stahl sich spätestens dann ein Lächeln ins Gesicht, wenn wir ihn oder sie anlachten! Und der/die 10.? Nun ja, er oder sie wusste vermutlich nicht so ganz genau was man mit diesen ungewöhnlichen Touristen anfangen soll 😉

Ist es sicher in Kerala zu reisen?

In knapp 3 Wochen im Süden von Indien haben wir nie eine blöde oder unangenehme Situation mit den Einheimischen gehabt. Ganz im Gegenteil: Wir haben sogar für Selfies posiert und sobald wir erzählten, dass wir aus Deutschland kommen, wurde meist anerkennend genickt. Vor allem die Kinder und Jugendlichen fingen sichtlich an zu tuscheln, zu lachen und winkten uns oft schon aus weiter Ferne zu.

Group of Indian kids playing a game in Madurai
Spielende Kinder in Tamil Nadu

Kann man als Frau alleine in Kerala reisen?

Anni hat sich in Kerala nie unsicher gefühlt. Es gab wie gesagt keine einzige Situation in der sie von Männern doof angemacht wurde. Allerdings sind wir immer gemeinsam unterwegs gewesen. Wie genau sich die Menschen dort verhalten, wenn man als Frau alleine unterwegs ist, können wir deshalb nicht mit Sicherheit beantworten.

Günstig und sicher durch Kerala, Indien

Wir das Gefühl hatten überall willkommen zu sein. Deshalb entschieden wir uns gleich an unserem zweiten Tag in Indien, unser Geld nicht für verhältnismäßig teure Tuktuk-Fahrten auszugeben. Wir wollten viel lieber Teil des indischen Treibens in den öffentlichen Bussen sein.

Mit dem Bus durch Kerala Reisen

So kam es, dass wir erfuhren, dass hier die Busanbindungen sogar besser sind, als bei uns in Deutschland! Zwar folgen die Busse nicht immer dem vorgegebenen Zeitplan, sofern es überhaupt einen gibt. Jedoch kommt ohnehin (gefühlt) im Sekundentakt immer ein Bus vorbei, auf den man mehr oder weniger im Fahren auf- und abspringen muss.

Der Survival-Trick zum Strassenüberqueren in Indien

Nicht ganz einfach war es anfangs jedoch, sich überhaupt erstmal zu Fuß auf den Straßen fortzubewegen, ohne überfahren zu werden.

delhi, road, india
Auf indischen Straßen ist immer viel los

So hängten wir uns zunächst einfach an die Fersen eines Einheimischen, um mit diesem zusammen die Straße zu überqueren bis wir den Trick raus hatten:
Man muss langsam und stetig, immer in der gleichen Geschwindigkeit zielstrebig auf die andere Straßenseite gehen. Wichtig ist nicht abrupt stehen zu bleiben oder schneller/langsamer zu gehen! So wissen alle Auto-, Motorrad-, Tuktuk- und Busfahrer wie sie einen umkurven müssen und man kommt heil auf der anderen Seite an!

Das Kopfwackeln der Inder

Eine für uns ungewohnte Sitte war es, dass jede Frage von uns mit dem gleichen Kopfwackeln beantwortet wurde – ganz egal ob die Antwort „ja“ oder „nein“ hieß. So konnte es schon mal passieren, dass wir zehn oder mehr Leute fragen mussten, bis wir letztendlich eine halbwegs eindeutige und verlässliche Antwort bekamen.

Hinzufügen muss man jedoch, dass fast jeder, den wir um Hilfe gebeten haben, sofort sein Bestes getan hat um uns weiter zu helfen. Nur bei der richtigen Interpretation der Antwort haben wir uns oft schwer getan.

Indisch – die Küche der tausend Gewürze

Kommen wir zu einem unserer Highlights von Indien: Dem indischen Essen! Für „Indien-Neulinge“ ist es hilfreich zu wissen, dass zumindest im südlichen Teil von Indien, Restaurants meist als „Hotel“ bezeichnet werden.

Kann man als Tourist Street Food in Indien essen?

Wir sind fast ausschließlich in traditionellen, indischen Straßenbuden essen gegangen und wurden nie enttäuscht. Bei der Wahl des richtigen Restaurants ist unbedingt darauf zu achten, dass viele Einheimische dort essen und es kein Touri-Schuppen ist. Man muss nur damit rechnen hin und wieder beim Essen fotografiert oder gefilmt zu werden.

Indian female vendor at a street food stall in Kerala
Street Food stand in Indien

Kann man das Wasser in indischen Restaurants trinken?

In indischen „Hotels“ bzw. den Restaurants ist es außerdem üblich, dass auf jedem Tisch eine Kanne mit Wasser steht. Das kann man selbst mit europäisch-verwöhntem Magen bedenkenlos trinken, da es abgekochtes Leistungswasser ist. Aber das berühren vom Becherrand scheint ein hygienisches Risiko zu sein, denn wir haben regelmäßig Leute beobachtet, die sich das Wasser berührungslos aus dem Becher in den Mund kippten.

Indischer Kaffee

Wirklich gut ist der indische Kaffee, der zwar mit wenig und gleichzeitig schwachem Kaffee, dafür aber mit umso mehr Milch und Zucker gemacht wird. Auf ausdrücklichen Wunsch und etwas Verwirrung stiftend, bekamen wir unseren Kaffee meist auch ohne Zucker.

Samosa und Snacks in Indien

Sehr zu empfehlen sind auch die vielen frittierten Teig-Snacks, die es überall am Straßenrand zu kaufen gibt. Weniger gut fanden wir zwar die süßen Varianten, aber alles Salzige war sehr lecker und zudem verhältnismäßig sehr günstig – ein Stück kostete in etwa 15 Cent und entspricht der Größe einer belegten Semmel.

Während unserer gesamten Zeit in Indien haben uns kein einziges Mal Magen-Darm-Probleme geplagt. Einen entscheidenden Grund kann dabei unsere rein vegetarische Ernährung gespielt haben. Selbst der Großteil der Einheimischen bevorzugt in Restaurants vegetarische Gerichte.

Mit den Fingern Essen in Indien

Eine für uns Europäer seltsame Praxis ist das Essen mit den Händen. Klar wird dann auch, warum es zwar in keinem Restaurant Toiletten gibt, dafür aber überall einen extra Bereich mit Waschbecken.

chapati, bread, indian
Indisches Chapati

Mit den Händen zu essen, ist tatsächlich gar nicht so einfach wie man annehmen mag. Vor allem da ein Großteil des Essens aus Saucen besteht und zudem ausschließlich mit der rechten Hand gegessen wird. Die linke Hand gilt als unrein und wird nur zum Trinken benutzt.

Und dann soll man also so ein zähes Porotta-Brot mit einer Hand zerreißen… wie gesagt, gar nicht so einfach.

Essen mit den Fingern wie die Inder: Die richtige Technik

Nach ein paar Versuchen hatten wir den Dreh raus:
Man mantscht alles zu einem Brei zusammen, formt sich dann einen kleinen Haufen. Dann hebt eine Portion von dem Haufen auf vier Finger (wie auf eine Schaufel) und schiebt sich alles mit dem Daumen in den Mund.

Anfänger-Fehler beim Essen mit den Fingern

Nicht richtig ist es, sich das Essen – mit in den Nacken gelegten Kopf – in den Mund fallen zu lassen, dafür aber ist das Rülpsen und Finger abschlecken an der Tagesordnung.

Indien: Ein Paradies für Budget-Reisende

Mit unseren Unterkünften hatten wir meist wirklich Glück! Hier kommt es nicht auf den Preis an (unsere teuerste Unterkunft war gleichzeitig die schlechteste), sondern viel mehr auf den Besitzer.

Budget-Hotel-Tipp für Kerala bzw. Indien

Wer, wie wir mit geringem Budget reist, sollte immer nach „Homestays“ Ausschau halten. Dort haben wir, durch die familiären Unterkünfte viel von der indischen Kultur kennen gelernt.



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Kerala – der perfekte Einstieg für Indien

Insgesamt hat uns Indien unglaublich gut gefallen! Man muss jedoch hinzufügen, dass der südwestlich gelegene Bundesstaat Kerala sehr besonders ist. Damit meinen wir die Freundlichkeit der Einheimischen, die Sauberkeit, den verhältnismäßig ruhigen Verkehr und auch die landschaftliche Vielfältigkeit.

Clouds hanging in the jungle mountains of the Western Ghats in Kerala
Dschungel in den West Ghats von Kerala

In Madurai haben wir schnell einen Unterschied gemerkt – die Leute sind auf den ersten Blick deutlich ärmer, es gibt einige Bettler, die Straßen sind zugemüllt, es stinkt fast überall und die Menschen sind etwas aufdringlicher und teilweise unfreundlicher… Das soll aber keineswegs heißen, dass die Tage in Madurai weniger schön waren. Es war lediglich anders als unsere Zeit in Kerala.

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