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Warum vegane Mode und Kosmetik wichtig sind

In diesem Beitrag geht es um die Bedeutung der veganen Mode und Kosmetik und warum wir beim Kauf von Produkten genauer hinschauen sollten.

Wir beuten Tiere in so vieler Hinsicht aus. Und das, obwohl es heutzutage ausreichend viele, qualitativ gleichwertige vegane Alternativen zu (fast) allen tierischen Produkten gibt. Ganz egal ob es Lederschuhe, die Daunendeck, ein Pelzkragen oder nur ein Deo ist – hinter jedem Produkt mit tierischem Inhalt verbirgt sich Leid. Jedoch haben wir das unfassbare Glück, dass wir all das ganz einfach durch pflanzliche Ressourcen ersetzen können.

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Wie du vielleicht weißt, ernähren wir uns beide seit Anfang 2019 pflanzlich. Für uns war dies ein logischer Schritt, da es für unsere Gesundheit, den Tierschutz und den Klimawandel von Vorteil ist. Aber wir wollen nicht damit aufhören, unsere Ernährung zu ändern. Wir versuchen stets unser Verhalten zu verbessern, weiter zu optimieren und verantwortungsbewusste Verbraucher zu werden.

Leider gibt es aber noch einige andere Branchen, wie z.B. die Mode- und Kosmetikindustrie, bei denen immer noch oft die Tierrechte vernachlässigt oder gar vergessen werden. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass wir alle in Zukunft noch weiter über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen und dass wir verstärkt über die  Auswirkungen unserer noch so kleinen Entscheidungen nachdenken, eben auch beim Kauf von Kleidung, Schuhen, Kosmetik usw.

WARNUNG: Die verlinkten Videos in diesem Blog-Post können sensible Inhalte enthalten, die einige Leute als vertsörend empfinden könnten!

Lebensmittelindustrie vs. Mode- und Kosmetikindustrie

Wir erleben, wie immer mehr Menschen die Herkunft ihrer Lebensmittel und die Auswirkungen ihrer Ernährung in zu hinterfragen. Denn das Bewusstsein dafür, dass für unser Essen unzählige Tiere in der konventionellen Lebensmittelindustrie leiden und geschlachtet werden müssen.

Aber wir würden uns wünschen, dass nicht mit der Ernährung Schluss ist, sondern, dass wir immer weiter schauen und auch in den anderen Bereichen des Lebens hinterfragen was unser Konsum eigentlich Bedeutet. Vor allem die Mode- und Kosmetikindustrie ist uns in Bezug auf den Tierschutz ein großes Dorn im Auge. Die industriellen Praktiken für Fell, Leder und Wolle sind nicht unbedingt friedlicher, als die der konventionellen Lebensmittelindustrie für Eier, Milch, Fleisch und Fisch. Aber wer denkt schon an die Tiere die hinter dem Paar Lederschuhe, der neuen Daunendecke oder ein tollen Make-Up-Produkt stehen?  Zumindest noch lange nicht all die, die bereits bei Lebensmitteln genauer hinsehen! Wir wollen keine Schwarzmalerei betreiben, denn wir begrüßen den Trend zum Veganismus bei der Ernährung. Genau das ist eigentlich der Grund unserer Hoffnung, dass es nicht nur beim Trend und der Ernährung bleibt, sondern noch viel weiter! 🙂

Unsere Denk-Handel-Diskrepanz

Das Traurige aber ist, dass eigentlich jeder bereits weiß, welche Grausamkeiten Tag für Tag für unseren „ganz gewöhnlichen“ Konsum passieren. Trotzdem sind wir (die Verbraucher), leider oft noch zu bequem, um eben diesen gewöhnlichen Konsum entsprechend der Erkenntnis und des Wissens zu ändern. Warum ist das so? Die Antwort scheint recht simpel zu sein: der Mensch ist nunmal ein „Gewohnheitstier“. Wir sind leider oft nicht konsequent und ambitioniert genug auf etwas zu verzichten. Der Anreiz eine Gewohnheit zu ändern muss groß genug sein, denn eine Veränderung bedeutet erstmal Stress und Ungewissheit, verbunden mit Zeitaufwand und möglicherweise auch noch zusätzlichen Kosten (nicht mehr das billigste Produkt zu kaufen).

Aber wir wollen nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Wir wollen nur mit der unangenehmen Wahrheit konfrontieren.

An diesem Punkt wollen wir noch was klarzustellen: Wir, die Autoren dieses Textes, sind auch nicht perfekt. Wir verwenden immer noch viele Produkte, die wir in der Vergangenheit gekauft haben, aber nicht unseren heutigen Werten entsprechen. Wir tun unser Bestes, um solche Produkte jedoch nicht wieder zu kaufen. Es macht unserer Ansicht nach nämlich auch keinen Sinn, etwas wegzuwerfen, obwohl es noch verwendbar ist. Deshalb setzen wir uns immer für einen stetigen Veränderungsprozess ein, indem wir uns und unsere Entscheidungen kontinuierlich verbessern möchten. Wir möchten auch niemanden für sein Handeln verurteilen. Wir betrachten das Motto „Leben und leben lassen“ aber nicht nur im menschlichen Rahmen. Deshalb appellieren wir an alle, sich bestmöglich über die Herstellung von Konsumgütern zu informieren und sich nicht mehr den alten Gewohnheiten hinzugeben. Denkt über jedes Produkt nach, bevor ihr es kauft und sucht nach Marken und Unternehmen, welche eurer Meinung nach die richtigen Werte und Prinzipien vertreten.

Um das Ausmaß unserer konventionellen „Tierindustrie“ zu verbildlichen, haben wir ein paar (Teils leider schreckliche) Videos zu verschiedenen tierische Produkte verlinkt. Dies soll die Bedeutung verdeutlichen warum es uns wichtig ist in Zukunft lieber auf vegane Alternativen zurückzugreifen.

Fell

Mehr als die Hälfte der Pelze in den USA kommt aus China. Für ihr Fell werden Tiere dafür erschlagen, gehängt und gehäutet – leider oft am lebendigen Leib.

Klicke hier um dir ein 1-minütiges Video von PETA über den Prozess der Pelzproduktion für unsere Kleidung anzusehen.

Pelzkragen an einer Daunenjacke

Wolle

Die Schafscherer werden in der Regel nach Volumen und nicht nach Stunden bezahlt, was eine schnelle Arbeit ohne Rücksicht auf das Wohl der Schafe bewirkt. Dies führt häufig zu Verletzungen bei den Tieren. Hautstreifen, sogar Zitzen, Schwänze und Ohren, werden beim Scheren oft (versehentlich) mit abgeschnitten oder abgerissen.

Hier klicken, um ein Video über die Scherpraxis zu sehen.

Schaf, das in die Kamera schaut.

Leder

Leder kann aus Rindern, Ziegen, Schweinen und Schafen sowie aus exotischen Tieren wie Alligatoren, Straußen, Kängurus und sogar Hunden und Katzen hergestellt werden.

In Schlachthäusern ist es üblich den Tieren die Kehle durchzuschneiden. Da aber am Fließband aber alles unter Zeitdruck passiert, geht es auch manchmal daneben oder wurde nicht sorgfältig genug gemacht. In Folge dessen werden diese Tiere lebendig gehäutet und zerstückelt.

Dies ist ein Video von Stella McCartney und die Lederproduktion.

Braune Chelsea-Stiefel aus Leder von einem Mann

Daunen- und Federindustrie

Normalerweise werden Daunen und andere Federn von Enten und Gänsen während der Schlachtung entfernt. Bei manchen Zucht- und Maßt-Produzenten aber werden zwangsernährte Tiere, die eigentlich für Gänse-/ Entenstopfleber gezüchtet werden, wiederholt gerupft – nur um den Profit noch weiter zu maximieren.

Wenn du also Daunen kaufst, ist es gut möglich, dass deine Entscheidung für das Produkt die Brutalität Industrie unterstützt.

Dieses Video der Organisation PETA zeigt die Brutalität hinter der Daunen- und Federindustrie.

Daunenjacken mit Pelzkragen

Vegane Kosmetik: Tierversuche

Bei veganer Kosmetik ist es wichtig, dass weder tierische Inhaltsstoffe verwendet werden, noch Tierversuche stattfinden. Auf Produkten wird dies mit zwei verschiedenen Kennzeichen ausgewiesen! Das vegane Label bedeutet, dass keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind. Frei von Tierversuchen bzw. cruelty-free steht drauf, wenn keine Tierversuche für dieses Produkt durchgeführt wurden.

Tierversuche sind eine gängige Methode, um Arzneimittel und Kosmetika für menschliche Zwecke zu testen.

Die Produkte werden hauptsächlich an Mäusen, Primaten, Kaninchen, Hunden und Katzen getestet. Tierversuchsfreie Tests sind nicht nur humaner, sondern haben auch das Potenzial, billiger, schneller verfügbar und für den Menschen zutreffender zu sein.

Grausame Tierversuche an einer Katze
Quelle: PETA Tierversuche 101

 

Bekannte Kosmetikmarken, die noch immer an Tieren testen:

  • Garnier
  • Johnson&Johnson
  • Estee Lauder
  • Benefit
  • L’Oreal
  • Clarins
  • L’Occitane
  • LaRoche Posay und viele mehr!

Diese Auflistungen von Unternehmen und Marken mit und ohne Tierversuche von PETA helfen bei der Auswahl eines tierversuchs-freien Produkts.

Mode- und Kosmetikindustrie: die verborgene Grausamkeit

Aufgrund der schlechten Behandlung von Tieren beginnen viele von uns bereits, ihren Konsum von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln zu überdenken. Aber nicht alle die ihre Ernährung umstellen, denken auch ernsthaft über das Tierleid nach, das durch die Leder-, Daunen- oder Kosmetikproduktion verursacht wird.

Wir wollen eigentlich nicht schockieren – was wir wollen, ist die Wahrheit! Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, an Tieren zu testen oder echtes Leder und Pelz zu tragen. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen auf pflanzlicher Basis!

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