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Veganismus und Tierschutz: Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Wenn es ein Wundermittel gäbe, das helfen könnte, den Klimawandel einzudämmen, Tierleid zu vermeiden und Millionen von Todesfällen durch Krankheiten zu verhindern, würdest du es gerne wissen? Diese dringend benötigte Lösung für drei der gößten Herausforderungen ist eine PFLANZLICHE ERNÄHRUNG.

Wir könnten hier aufhören. So einfach ist es. Natürlich möchten wir dir aber auch erklären warum und wie eine pflanzliche Ernährung die Lösung für so viele Probleme auf einmal ist!

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In diesem Artikel erklären wir, warum Veganismus und Tierschutz zwei untrennbare Begriffe sind. Es gibt allerdings noch weitere Vorteile einer veganen Ernährung und natürlich haben wir auch dazu was geschrieben:

Im Folgenden sprechen wir vor allem Menschen aus Nationen an, die eine regelrecht unendliche Auswahl an Lebensmitteln haben. Wir sprechen auch die Menschen aus Ländern mit mittlerem Einkommen an, die leider stark von der westlichen Durchschnittsernährung geprägt sind, besonders durch Fast Food. NICHT eingeschlossen sind jedoch Menschen, die unter Nahrungsmittelknappheit leiden und gezwungen sind, alles zu essen, was verfügbar ist.

Speziesismus

Im Vergleich zu allen anderen Ernährungsfromen stellt eine pflanzliche bzw. vegane Ernährung die menschliche Spezies nicht über alle anderen Spezies. Man respektiert Tiere in gleicher Weise und unterstützt keinen „Speziesismus„.

Für Jahrzehnte wurde dem Menschen beigebracht, dass verschiedene Tierarten einer unterschiedlichen Position in der Hierarchie der Lebewesen angehören. Einige sollten geschützt, andere ausgebeutet und geschlachtet werden.

Denkanstoß:

Warum hast du Mitleid mit einer Katze oder Schildkröte aber nicht mit einem Huhn oder Fisch?

Speziesismus ist nur möglich, weil die Menschen die grausame Realität und die traurige Wahrheit hinter ihren Lieblingsessen nicht sehen und akzeptieren (wollen).

Fleisch

Tiere wie Rinder, Schweine und Hühner werden für die Lebensmittelproduktion in Massenbeständen gehalten. Für jeden Burger, jedes Schnitzel, jeden Streifen Speck hat ein Tier gelitten und wurde getötet.

Aber was ist mit Weidetieren oder Tieren aus Freilandhaltung?

Dies sind unserer Meinung nach clevere Tricks der Marketingbranche, um uns Verbrauchern ein gutes Gewissen zu machen. Am Ende werden alle Tiere (auch Tiere aus Freilandhaltung) brutal geschlachtet.

Begriffe wie „natürlich„, „frisch vom Bauernhof“ usw. sind noch irreführender. Die Realität eines hoffrischen Schweinesteaks unterscheidet sich oft nicht wirklich von einem konventionell gezüchteten Schwein, da die Anforderungen oft erschreckend gering und deren Überwachung nicht zuverlässig sind.

Sicher, ein Schwein aus artgerechter Tierhaltung, das ein „gutes Leben“ führen konnte, ist immer noch besser als ein Mastschwein aus dem Käfig. Aber am Ende müssen beide sterben, weil wir ihr Fleisch essen wollen.

Wie ist es mit Unternehmen, die sich zu sehr hohen Standards verpflichten und entsprechende Zertifikate besitzen?

Unserer Meinung nach können auch diese kein „glückliches Leben“ der Tiere garantieren. Man weiß immer erst wie es wirklich ist, wenn man selbst auf dem Bauernhof und bei der Schlachtung dabei war – und ganz ehrlich, wer tut das schon? Tatsache ist, dass niemand eine „humane“ Tötungsmethode hat.

Wir fragen uns nach wie vor, wie man das Töten überhaupt als „human“ bezeichnen kann.

Denkanstoß:

Findest du es in Ordnung, Tiere leiden zu lassen und für einen 10- bis 20-minütigen „Genuss“ der Mahlzeit zu schlachten? Ist es das wirklich wert? Und könntest du selbst ein Tier schlachten? Wenn nein, warum?

Eier

Es ist unbestreitbar, dass die konventionelle Eiindustrie mit der Massenproduktion in Käfiglegebatterien eine grausame Methode benutzt um Profite zu maximieren.

Für alle die mehr dazu lesen möchten:

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Lass uns über Eier sprechen, auf deren Etikett steht: bio, aus Freilandhaltung, käfigfrei, vegetarisch gefüttert, human gezüchtet, natürlich, Hormon-frei, Antibiotika-frei, Tierwohl-zertifiziert, ohne Tierquälerei oder Bauernhof-frisch usw. Oh man, die Industrie hat wirklich unzählige Marketing-Begriffe erfunden, um ihre Eier zu verkaufen.

Nachdem wir also vermeintlich „positiven“ Argumente der Branche aufgelistet haben, sollten wir aus folgendem Grund trotzdem keine Eier (im Supermarkt) kaufen: männliche Küken.

Männliche Küken sind für die Eierindustrie wertlos! Deshalb werden jedes Jahr Millionen von ihnen vergast und in Hochgeschwindigkeitsschredder geworfen.

Wenn du Eier nicht vollständig aus deiner Ernährung streichen möchtest, dann achte bitte darauf sie von Bauern zu kaufen, die alle Küken aufziehen – nicht nur die weiblichen.

Milch

Die Milchindustrie ist vergleichbar mit der Eierindustrie. Auch hier gibt es keine Diskussion über die konventionelle Herstellung (bitte unterstütze diese NICHT!).

Und auch hier gibt es die scheinbar „gute“ Art der Milchindustrie (du kennst ja bereits alle Marketingbegriffe).

Kühe produzieren aus dem gleichen Grund Milch wie wir Menschen: um ihre Nachkommen zu ernähren. Während die Milchkühe früher nur 8 Liter pro Tag erzeugten, sind es heute bis zu 50 Liter! Dies liegt zu einem an der Zufütterung von Maissilage, Soja, Getreide, etc, und zum anderen an der Züchtung. Die unnatürliche Steigerung der Milchproduktion führt oft zu Euterentzündungen, verminderter Fruchtbarkeit und früherem Tod. Milchkühe werden heutzutage meist nur 5-6 Jahre alt, obwohl die Tiere eigentlich 20 Jahre oder mehr zu leben hätten. Die Kälber werden nach ein paar Stunden bis zu 2 Tagen von der Mutterkuh getrennt. Die Tiere schreien oft tagelang nach ihrer Mutter/ ihrem Kalb nach der Trennung. Die männlichen Kälber sind für die Milchindustrie wertlos und werden deshalb teilweise für die Schlachtung (nach 2-3 Jahren) gemestet.  Aufgrund der unterschiedlichen Züchtung für entweder die Milchproduktion oder die Fleischproduktion, ist es jedoch mittlerweile oft nicht lohnenswert ein männliches Kälbchen einer Milchkuh zu mästen. Die gezüchtete Konkurrenz der Fleischindustrie wird einfach schneller fett und schlachtbereit. Somit werden die männlichen Kälber der Milchkühe oft auch kurz nach der Geburt getötet, da die Aufzucht im Vergleich zum späteren Gewinn viel zu teuer wäre. Die weiblichen Kälbchen werden nach ca. 2 Jahren das erste mal besamt (ab dann 1 mal pro Jahr) und produzieren dann 3-4 Jahre lang Milch, bevor sie aufgrund nachlassender Leistungsfähigkeit geschlachtet werden.

Für mehr Informationen über die Milchproduktion: Das System Milch (Doku und Reportage)

Warum sollten wir also den Kühen innerhalb weniger Stunden oder Tage ihre Kälber wegnehmen, um ihnen dann die Muttermilch wegzunehmen? Milch ist für Babys. Wenn ein Mensch im Kindes-/ Jugend- oder Erwachsenenalter nicht die Brustmilch einer Frau trinken würde, dann sollte er erst recht nicht die Muttermilch einer anderen Spezies trinken.

Fisch

Bis heute bewezifeln viele Menschen, ob Fische Schmerz empfinden können oder nicht. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Fische die Fähigkeit besitzen, Schmerzen wahrzunehmen und zu leiden. (47)

Das Angeln mit anschließendem Freilassen der Fische ist sinnloser und unnötiger Mord. Forscher des Oklahoma Department of Wildlife Conservation stellten fest, dass 43% der nach dem Fang freigelassenen Fische innerhalb von sechs Tagen starben.

Und es ist nicht nur das Leiden von Fischen und versehentlich gefangenen Tieren, sondern auch ein Problem der eingesetzten Fischerei-Methoden..

Verlorene Fischernetze, sogenannte „Geister-Netze„, schweben jahrzehntelang im Meer, wenn sie nicht gefunden und herausgezogen werden. Leider töten sie dabei weiterhin unzählige Meerestiere ohne Grunde Grund. Fische, Wale, Haie, Delfine, Schildkröten, Robben und viele mehr verheddern sich in diesen Netzen. Die Tiere können sich in den meisten Fällen nicht selbst befreien und ertrinken/ ersticken demnach entweder langsam oder leiden für den Rest ihres Lebens unter Schnittwunden und Strangulationen durch die Netze.

Die World Animal Protection schätzt, dass jährlich mindestens 136.000 Seehunde, Seelöwen und große Wale sterben, da sie sich in den Netzen verheddern. (World Animal Protection 2014)

Zusammenfassung

Hier sind die drei wichtigsten Tierschutz-Gründe für einen pflanzlichen/ veganen Lebensstil:

  • Schutz aller Tiere ohne Speziesismus
  • Bekämpfung des Aussterbens der Wildtiere (an Land und im Meer)
  • Vermeidung von indirektem Leiden durch Milch-/ Eiindustrie aber auch durch Leder, Daunen und Tierversuche

„He who passively accepts evil is as much involved in it as he who helps to perpetrate it. He who accepts evil without protesting against it is really cooperating with it“ Dr. Martin Luther King, Jr. „Wer das Böse passiv annimmt, ist genauso daran beteiligt wie derjenige, der dabei hilft, es zu verüben. Wer das Böse akzeptiert, ohne dagegen zu protestieren, wirkt wahrhaftig daran mit.“ Dr. Martin Luther King, Jr.

Hier kannst du weiter lesen:

  • Veganismus und Gesundheit: wissenschaftlich fundierte Vorteile einer pflanzlichen Ernährung
  • Veganismus und Umweltschutz: ökologische Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Nicht zu vergessen ist die Ausbeutung und die Misshandlung der Tiere in der Mode- und Kosmetikindustrie.

Weitere interessante Infos gibt’s unter:

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